Fast jeder, der länger in Graz gelebt hat, ist früher oder später über die Bar Maximilian gestolpert. Unscheinbar von außen und in etwas abgeschiedener Lage war die kleine Gastwirtschaft leicht zu übersehen, und auch Werbung wurde nicht gemacht – dem Wirt reichte es, dass sich seine Kneipe unter Freunden herumsprach. Viele schöne Abende wurden in der gemütlichen kleinen Stube zugebracht – aber leider gehören diese Zeiten nun der Vergangenheit an, denn die Bar Maximilian hat endgültig geschlossen. Wir möchten auf dieser Webseite jedoch nicht nur Trübsal blasen, sondern über würdige Alternativen zur alten Stammkneipe berichten!

Bar

Unter sich

Der Bar Maximilian haftete schon seit Jahrzehnten der Ruf eines echten Insider-Tipps an, und, entgegen aller Erwartungen, hielt sich dieser Status auch bis zum Schluss? Warum? Worin lag der Reiz dieser Kneipe?

Heutzutage scheint es längst nicht mehr so einfach zu sein, ein Geschäft, ein Restaurant oder auch einfach eine Kneipe zu eröffnen. Jeder Wirt und Besitzer muss heute auch nebenberuflich ein Marketingtalent sein, um seinen Laden zum Laufen zu bringen. Ästhetik wird immer wichtiger: Innenraum sowie außen die Front müssen durchgestylt sein, sodass man für teures Geld professionelle Fotos davon schießen kann, die dann auf sämtlichen Plattformen der sozialen Medien verteilt werden. Bewertungen auf Google und Tripadvisor zählen alles und die Wirte hecheln danach, genau so wie andere bei Facebook und Instagram um die „Likes“ buhlen.

Einfach sich selbst sein

Die Bar Maximilian war da einfach erfrischen anders, denn er alte Wirt Max scherte sich überhaupt nicht um Hipster-Trends, social media und Marketing. Bis heute kann man den Standort der Kneipe nicht mal über Google finden. Dadurch erhielt sich die Wirtschaft effektiv den Status eines Geheimtipps der Einheimischen, denn auch nur diese waren dort regelmäßig anzutreffen. Bei Max war man einfach unter sich, und das war schön so.

Hier fühlte man sich noch abgeschirmt von den scharfen Blicken der Öffentlichkeit, bewahrte sich eine Art von Anonymität, die heute leider immer mehr abhandenkommt, denn egal wo man sich in der Öffentlichkeit befindet, man wird beobachtet. Fällt dies weg, fühlt man sich gleich viel freier und nicht genötigt, sein wahres Selbst zu verbergen, eine „öffentlichkeitstaugliche Maske“ aufzusetzen.

Unbekümmertes Spiel

In diesem familiären Umfeld wurde geschwätzt, getrunken, gegessen und gespielt. Kartenspiele waren zwar einmal im Monat am Pokerabend der Hit, aber im tagtäglichen Leben konnte man sich an den drei Spielautomaten vergnügen, die an der Rückwand des Raumes aufgestellt waren. Lief ein gutes Sportevent, wurde der Fernseher angeschmissen und auch gerne mal ein paar Wetten abgeschlossen. Es war immer etwas los, aber in einem sicheren Umfeld, und es gab niemals schräge Blicke von wegen „Oh Gott, Glücksspiel!“. Wer es nicht übertreibt, hat schließlich kein Problem, sondern einfach nur Spaß. Und in der Bar Maximilian war es spielend einfach, die Finanzen unter Kontrolle zu halten, denn jeder passte auf den anderen auf. Dieses Gemeinschaftsgefühl ist wohl der Aspekt der Bar Maximilian, der nach der Schließung der Kneipe am meisten vermisst wird. Aber das muss nicht immer so bleiben, denn man hat mittlerweile ein einigermaßen würdiges Trostpflaster entdeckt, durch welches es sich besser mit dem Verschwinden der gemütlichen Stammkneipe leben lässt: Online Casinos.

Bar Maximilian zieht ins Internet

Ja, der alte Max hätte nun wohl ein skeptisches Gesicht gemacht, denn er fand all diese „neumodische Technologie“ rund um das Internet nicht ganz so überzeugen und blieb lieber bei dem, was er schon sein ganzes Leben lang kannte. Aber seine Ex-Stammgäste sind natürlich dabei, mit der Zeit zu gehen, und besitzen alle Smartphones mit Internetzugang. Deshalb dauerte es auch nicht lange, bis der erste die Freuden der Online Casinos für sich entdeckte. Natürlich kann es nie so werden wie früher, aber es ist dennoch eine schöne Sache, dass man sich mittlerweile immer mal wieder trifft, um zusammen im Online Casino zu spielen, Sportwetten abzuschließen und sich über die gesammelten Erfahrungen auszutauschen.

Diese Transition war allerdings alles andere als leicht. Zum einen musste da ein Stigma gegen Online Glücksspiel überwunden werden, denn aus den Zeiten der 90er Jahre erinnert man sich noch an Vorwürfe, dass alles im Internet nur Betrug wäre. Zum anderen musste man sich an die Abläufe der virtuellen Casinos gewöhnen und lernen, auf was es bei einem guten Anbieter ankommt. Um von unseren Selbstversuchen und Erkenntnissen zum Thema zu berichten, haben wir hier unseren virtuellen Treffpunkt gestaltet – unter dem alten Namen, Bar Maximilian.